Freitag, 12. Juni 2015

Das Mumbai, das kein Bombay war

Eisig schwitzend, brenzlig kalt ... die klammen Tücher tropfen Mengen unvorstellbaren Ausmaßes. Einen, zwei und noch mehr Ringe, bringen sie zum gleitend Schwingen.
Auseinander, auseinander, bis - ja, bis sie undeutlich verhallen, ohne je gewesen zu sein. Seht ihnen nach und seht sie nicht.
Weiter, fort, geradeaus. Es schlägt zusammen. Oben, wo die Schwingen thronen und sich nicht zu sorgen brauchen. Nur selten wird ihre Schulter verdrecken.
Es biegt sich, neigt sich, klafft von dannen. Grell, so hell stürzt es das Auge, in schmerzend dumpfe Dunkelheit. Sofort krakeelen sie und schrei’n. Das Ohr stößt's ab. Der stumme Laut dröhnt ewig kurz.
Bunt knallt es an hohem Stab. Von rechts nach links und alsbald fort. Orange und grün. Tief drunten, grün und blau.
Rund kommt es dahergerollt. Klingelt, hupt und lässt mich stehen.
Der unsichtbare Schleier greift, manifestiert sich, hinterlässt ein Loch. Es kann nicht gestopft werden, nur bedeckt. Rötlich färbt sich’s, trübt sich ein. Feuert Salven in Stecknadelgröße.
Fischlein, Fischlein ... milchige Sicht. Pfähle, Seile, totes Holz. Nein, Nährboden für Hülsen.
Da verneigt sich schweres Haupt. Trifft, taucht ein und testet aus. Es erfährt einen Gewinn. Die Sohlen blicken himmelwärts, sehen Staub und Brösel, Seifenlauge. Sehen wenig, sehen nichts.
Vorbei und niemand weiß davon.

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